Die Konzentration komplexer Leistungen und die Vernetzung der Akteure in den Regionen werden die prägenden Trends der künftigen Veränderungen des Gesundheitssystems sein“, bringt es Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann auf den Punkt. Dabei werde es zu einer stärkeren Verknüpfung von ambulanten und stationären Angebotsbereichen kommen. Zudem müssten nach Meinung des Experten auch Leistungen aus dem Sozialsystem enger an das Thema Gesundheit herangerückt werden. Zudem würden Plattformen die diversen Anbieter bündeln und vernetzen. Und die entstehenden Netzwerke benötigten ein tatkräftiges Management.

Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann

Lohmann fordert für den bevorstehenden Wandel die ganze Aufmerksamkeit der Verantwortlichen in den Gesundheitsbetrieben ein.  Das gelte auch in den künftigen Managementgesellschaften. Sie müssten sich auf die Gestaltung der Behandlungsprozesse innerhalb und außerhalb der tradierten ambulanten und stationären Institutionen konzentrieren. Deshalb sei die Bildung von Systempartnerschaften mit innovativen Industrie- und Serviceunternehmen unabdingbar. Letztere müssten dazu Geschäftsmodelle entwickeln, die sich an den bewährten Kooperationsmodellen mit Krankenhäusern orientieren können. „Die Idee dabei ist,“ so Lohmann, „eine Win-Win-Situation sowohl für den externen Begleiter aus Industrie, Service oder Beratung als auch für die Managementgesellschaften zu erreichen – wie bei Einsparcontracting-Modellen. Doch diese Ansätze sind Neuland betreten und müssen erst entwickelt werden. Daher sind mutige Akteure auf beiden Seiten gefragt.“

Am 16. März erscheint vom Autor ein Grundsatzartikel zur Neuordnung des Gesundheitssystems in der Ausgabe 2/2022 des Fachmagazins „Health & Care Management“ mit einem 10-Punkte-Plan.

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